Menu Content/Inhalt
Home arrow Presse arrow CATPressespiegel arrow Viertklässer bauen Gabelstapler
Viertklässer bauen Gabelstapler PDF Drucken

Mit Holz, Hammer, Nägeln, Schrauben, Säge und zwei Spritzen einen kleinen Gabelstapler bauen – das lernen die fünf vierten Klassen der Oststadtschule II an einem Vormittag der Technikwoche.

Während der Woche bauen die Schüler jeweils einer vierten Klasse jeder seinen eigenen Gabelstapler, der auch ordentlich Gewicht heben kann. „Ein Duden lässt sich mit dem vorhandenen Luftdruck hochheben“, sagt Gesine Frank, die zweite Vorsitzende des Fördervereins, der die Technikwoche auf die Beine gestellt hat.
Mit einem Bausatz, den der Verein Faszination Technik der Hochschule Heilbronn entwickelt hat, bauen die Viertklässler ihren eigenen Gabelstapler zusammen. Der pensionierte Professor der Fachhochschule Heilbronn, Rainer Schmalz, erklärt den Kindern zunächst, wie die Pneumatik – der Einsatz von Luftdruck in der Wissenschaft – funktioniert. Mit zwei Spritzen, die durch einen Schlauch verbunden werden, lässt sich Luftdruck aufbauen. Dieser bewirkt, dass der kleine Gabelstapler Bleistifte, Mäppchen und sogar Bücher hochheben kann.
Nach der kurzen Einführung machen sich um die 20 Kinder mit Feuereifer ans Werk: Es werden Löcher gebohrt, Schrauben eingedreht, Stangen festgehämmert und Holz zugesägt. Und innerhalb eines Tages entsteht ein kleines Spielgerät. Viele malen ihren Gabelstapler auch gleich an – mit Blumen, gestreift oder einfarbig. Und es macht den Kindern riesigen Spaß: „Besser als Mathe oder Deutsch!“, erklärt Nils.

Unterstützt werden die Viertklässler von zwei bis drei Eltern der jeweiligen Klassen, Vertretern des Fördervereins, der Klassenlehrerin und Professor Schmolz. „Ohne die Hilfe der Eltern wäre das gar nicht möglich“, sagt Frank. Das Tolle an dem Projekt: „Die Kinder können handwerklich arbeiten und den fertigen Gabelstapler nachher mit nach Hause nehmen. Darauf sind sie sehr stolz.“ „Das ist wahrlich fächerübergreifender Unterricht, denn die Kinder müssen genau sein, die Anleitung lesen, mit dem Lineal arbeiten, Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Ein super Projekt“, sagt die Klassenlehrerin der 4e Marianne Lechner.
Finanziert wird das 1400 Euro teure Projekt – eine Technikwoche für insgesamt 115 Kinder, aufgeteilt auf fünf Klassen – mit 500 Euro von der Kreissparkasse und den Rest hat der Förderverein der Oststadtschule II selbst finanziert.

(Birgit Kalbacher, LKZ 6.5.2010) 

 
weiter >
designed by www.madeyourweb.com